U.S. REIT Information Desk
Die U.S. REIT Industrie heute

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Anlegerschutz und Transparenz

In den Vereinigten Staaten sind börsennotierte REITs gezwungen, sich bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), registrieren zu lassen. Die SEC hat als Börsenaufsicht die Aufgabe, Investoren zu schützen, die Effizienz und Ordnung auf den Kapitalmärkten zu erhalten und die Kapitalbeschaffung über die Börsen zu erleichtern.

Die SEC vertritt die Auffassung, dass "die Gesetze und Vorschriften, die die Wertpapiermärkte in den Vereinigten Staaten prägen, auf einem einfachen und geradlinigen Konzept beruhen: alle Kapitalanleger, unabhängig davon, ob es sich um große institutionelle Investoren oder Privatanleger handelt, sollen Zugang zu gewissen grundlegenden Informationen über eine spezifische Kapitalanlage haben, bevor sie über das Investment entscheiden, und solange sie das Investment halten. Um dies zu erreichen, verlangt die SEC börsennotierten Unternehmen ab, maßgebliche finanzielle oder sonstige Unternehmensinformationen der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Hierdurch wird ein allgemein zugänglicher Informationspool geschaffen, den interessierte Anleger dazu verwenden können, für sich selbst zu entscheiden, ob sie bestimmte Wertpapiere oder Beteiligungen kaufen, verkaufen oder halten sollen. Nur durch diesen kontinuierlichen und zeitnahen Strom umfassender und präziser Informationen werden Investoren in die Lage versetzt, vernünftige und abgewogene Anlageentscheidungen zu treffen."

Wie alle anderen börsennotierten Gesellschaften in den Vereinigten Staaten müssen auch REITs ihre Zahlen regelmäßig veröffentlichen. Dies schließt beispielsweise geprüfte Vierteljahres- und Jahresabschlüsse sowie die entsprechenden Erklärungen gegenüber der SEC ein.

Die US-amerikanischen Kapitalmärkte verfügen darüber hinaus über strenge Anlegerschutzvorschriften. Die neuen US-amerikanischen Börsengesetze setzen beispielsweise voraus, dass eine Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungsrats einer Gesellschaft durch Personen besetzt wird, die nicht zugleich auch im Management des Unternehmens tätig sind. Die Vorschriften der New York Stock Exchange (NYSE) sowie der NASDAQ sehen vor, dass die für die Prüfung, Berufung und Vergütung von Mitgliedern des Managements zuständigen Verwaltungsratsausschüsse vollständig von außenstehenden Dritten besetzt werden müssen. Die Börsen treffen darüber hinaus auch Vorgaben zur Corporate Governance.

Mittlerweile gibt es zahlreiche unabhängige Benchmarks, mit denen sich die Performance der börsennotierten REITs verfolgen und bewerten lässt. Zahlreiche Analystenberichte zu diesem Thema sind ebenfalls allgemein zugänglich. Eben diese Transparenz und Verfügbarkeit von Informationen, anhand derer interessierte Anleger die Geschäftsentwicklung eines REITs analysieren und bewerten können, hat maßgeblich zu dem erheblichen Vertrauen beigetragen, das die REIT-Industrie auf den Kapitalmärkten und bei einzelnen Investoren genießt.

In Bezug auf U.S. REITs besitzt der Begriff "Transparenz" auch einen steuerliche Dimension, in Gestalt der "Steuertransparenz", die die U.S. REITs und andere REIT-ähnliche Strukturen grundlegend von den übrigen operativen Unternehmen unterscheidet: Indem der REIT den größten Teil seines steuerpflichtigen Gewinns an seine Anteilsinhaber ausschüttet, und er diese Ausschüttung von seinem steuerpflichtigen Gewinn in Abzug bringen kann, gelingt es dem REIT, steuerliche Belastungen auf Ebene der Gesellschaft weitgehend zu vermeiden. DER U.S. REIT ist damit in gewissem Sinne "steuertransparent".


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