Sind REIT-Dividenden der neuen 15%igen Maximalbesteuerung unterworfen?
Im Mai 2003 verabschiedete der US-Kongress den "Jobs and Growth Tax Relief Reconciliation Act", der die Ertragsteuerbelastung auf die meisten Dividenden und Veräußerungsgewinne auf ein Maximum von 15 Prozent beschränkt. Da REITs regelmäßig keine Körperschaftsteuer zahlen, wird die Mehrheit der REIT-Dividenden weiter als laufender Ertrag mit dem neuen Spitzensteuersatz von 35 Prozent (im Vergleich zu den bisherigen 38,6 Prozent) besteuert.
In folgenden Fällen ist jedoch auf REIT-Dividenden ein geringerer Steuersatz anwendbar:
- sofern der einzelne Steuerpflichtige einem geringeren regulären Einkommensteuersatz unterworfen ist
- sofern ein REIT Veräußerungsgewinne ausschüttet (maximaler Steuersatz von 15 Prozent)
- sofern ein REIT Dividenden ausschüttet, die er selbst von einer "Taxable REIT subsidiary" oder einer anderen Kapitalgesellschaft vereinnahmt hat (maximaler Steuersatz von 15 Prozent), sowie
- wenn der REIT, soweit zugelassen, Körperschaftsteuer zahlt und Gewinne thesauriert (maximaler Steuersatz von 15 Prozent).
Darüber hinaus ist der maximale Steuersatz von 15 Prozent auf Veräußerungsgewinne allgemein auch auf die Veräußerung von REIT-Anteilen anwendbar.
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13. Welche grundlegenden Erwägungen sind vor einem Investment in REITs erforderlich?
REIT-Anleger vergleichen oftmals die gegenwärtigen Aktienkurse mit dem Net Asset Value (NAV), dem Nettowert des Gesellschaftsvermögens. Dieser Nettowert stellt einen aktienbezogenen Maßstab für den Marktwert des Gesellschaftsvermögens dar. Der Börsenwert eines REIT kann höher oder niedriger sein als der Nettowert seines Gesellschaftsvermögens. Anleger sollten ein Verständnis für die elementaren Faktoren besitzen, die den Wert des Immobilienvermögens eines REIT beeinflussen. Einen maßgeblichen Faktor macht das Verhältnis aus, in dem der Vorrat des REIT an neuen Gebäudeflächen zu dem Bedarf nach neuen Nutzflächen steht. Wenn durch Neubauten mehr Nutzfläche im Markt freigesetzt wird, als dieser absorbieren kann, kommt es zu einer Steigerung von Gebäudeleerstandsraten, einem potentiellen Verfall der Mieten und Immobilienwerte, was sich wiederum negativ auf den Net Asset Value auswirkt.
In einer Phase wirtschaftlicher Stabilität verursachen steigende Beschäftigungszahlen, Kapitalinvestments und steigende Haushaltsausgaben einen steigenden Bedarf nach neuen Bürogebäuden, Wohnungen, Industrieanlagen und Geschäftsflächen. In gleicher Weise fördert Bevölkerungswachstum die Nachfrage nach Wohnraum. Andererseits entwickelt sich die Wirtschaft nicht in allen Regionen gleich stark, und dieses variierende Wirtschaftswachstum lässt auch den Bedarf nach den verschiedenen Immobiliengattungen nicht gleich stark steigen. Dementsprechend sollten Investoren im Vorfeld die Lage der Immobilien vor dem Hintergrund der relativen Stärke oder Schwäche der jeweiligen lokalen Immobilienmärkte betrachten.
Informationen zu den einzelnen gehaltenen Immobilien können auf deren jeweiligen Internetauftritten abgefragt werden, während Informationen zu den lokalen bzw. regionalen Immobilienmärkten in der Finanzpresse oder auf entsprechenden Analyseseiten im Internet bereitgestellt werden.
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14. Wie hat sich im Laufe der Zeit die Finanzierungsstruktur von REITs entwickelt?
Ursprünglich wurden gewerbliche Immobilien oftmals überwiegend mit Fremdkapital finanziert. Die Immobilien dienten als physische Sicherheit für diese Fremdfinanzierung, und die Miet- und Pachteinkünfte aus diesen Immobilien boten eine Quelle, aus deren Erträgen die Zinslasten getragen werden konnten. Die Immobilienmärkte wurden häufig von Immobilienentwicklern und Unternehmern dominiert, die bereit waren, erhebliche Risiken einzugehen, um zu persönlichem Wohlstand zu gelangen. Im Vorfeld der Rezession auf den Immobilienmärkten in den frühen Neunziger Jahren war es gang und gäbe, dass einzelne Immobilien zu mehr als 90 Prozent ihres Marktwertes oder Herstellungswerts grundfinanziert und als Sicherheit für Darlehen eingesetzt wurden. Gelegentlich ging das Verhältnis zwischen Darlehen und Substanzwert noch darüber hinaus. Die gravierende Rezession der Immobilienmärkte der frühen Neunziger Jahre zwang viele Darlehensnehmer, Entwickler und Eigentümer, den exzessiven Einsatz von Fremdkapital bei Immobilienprojekten zu überdenken.
Heute werden die von REITs gehaltenen Immobilien sehr viel konservativer finanziert. Im Durchschnitt finanzieren REITs ihre Immobilienprojekte etwa zur Hälfte mit Fremd- wie Eigenkapital, was eine spürbare Reduzierung der Anfälligkeit für Zinssatzänderungen nach sich zieht und eine stabilere, weniger schwankungsanfällige Unternehmensentwicklung zulässt. Zwei Drittel der REITs mit Fremdkapitalratings haben Investment Grade-Qualität.
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15. Wie werden REIT-Aktien bewertet?
Wie im Falle aller anderen börsennotierten Gesellschaften werden REIT-Anteile täglich im Markt bewertet und bieten damit Investoren die Möglichkeit, ihr Portfolio ebenfalls täglich zu evaluieren. Die Bestimmung des Wertes von REIT-Anteilen beruht auf einem oder mehreren der folgenden Kriterien:
- Qualität des Management und der Unternehmensstruktur
- Erwartete Aktienerträge, unter Zugrundelegung der erwarteten Preisänderungen und der bestehenden Dividenden-Ertragskraft
- Gegenwärtige Dividendenerträge im Verhältnis zu anderen ertragsorientierten Investments (wie z.B. festverzinsliche Wertpapiere, Utility Stocks sowie andere hochrentierliche Anlageformen)
- Dividendenausschüttungsverhältnis in Prozent des REIT FFO
- Erwartetes Wachstum des Gewinns pro Aktie
- Zugrunde liegender Wert des Immobilienvermögens, grundstücksgleicher Rechte und anderer Vermögensgegenstände
Anteile an REITs, die zwar eine SEC-Registrierung besitzen, jedoch nicht börsennotiert sind, sollten nur unter Hinzuziehung eines entsprechend qualifizierten Finanzberaters bewertet werden.
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16. Welche Faktoren wirken auf die Erträge eines REIT ein?
Ertragssteigerungen werden typischerweise von verschiedenen Faktoren verursacht, wie etwa steigende Einnahmen, geringere Kosten sowie Erschließung neuer Geschäftschancen. Die unmittelbarste Quelle von Einnahmenzuwächsen sind die Steigerung der Gebäudeauslastung sowie steigende Mietzinsen. Solange der Bedarf nach neuen Immobilien in einem ausgewogenen Verhältnis zu dem verfügbaren Vorrat gehalten wird, sind bei entsprechender wirtschaftlicher Expansion steigende Mietzinsen zu beobachten. Geringe Gebäudeauslastung kann verbessert werden durch entsprechende Sanierungsbemühungen, durch Angebot und Optimierung von immobiliennahen Dienstleistungen sowie die Akquisition neuer Mieter. Immobilienakquisitionen und Entwicklungsprogramme schaffen ebenfalls Wachstumspotential, sofern die Einnahmen aus den Investments die Finanzierungskosten übersteigen. Wie alle übrigen börsennotierten Unternehmen steigern REITs ihre Erträge auch durch verbesserte Effizienz und die Ausschöpfung neuer Geschäftschancen.
Der mit Wirkung zum 1. Januar 2001 in Kraft getretene REIT Modernization Act (RMA) bietet REITs weitere Gelegenheiten, ihre Ertragsbasis zu verbreitern. Vor der Geltung des RMA waren REITs auf die Erbringung von Dienstleistungen beschränkt, die als "übliche" Vermieterdienstleistungen angesehen wurden; sie waren jedoch gehindert, gewinnträchtigere Dienstleistungen anzubieten, wie sie von Konkurrenzunternehmen ohne REIT-Status jedoch angeboten werden konnten. Der RMA gestattete es den REITs, Tochtergesellschaften zu errichten, die in der Lage sind, wettbewerbsfähige Dienstleistungen anzubieten, wie sie von Mietern gegenwärtig nachgefragt werden.
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17. Wer investiert in REITs?
Zehntausende von US-amerikanischen und ausländischen Investoren halten Anteile an REITs. Ein anderer typischer Eigner von REIT-Anteilen sind Pensionsfonds, Stiftungen, Versicherungen, Banken und offene Fonds.
Investoren werden typischerweise von den hohen laufenden Einkünften aus REIT-Anteilen, sowie von der Aussicht auf angemessene langfristige Wertsteigerungen angezogen. Hierbei handelt es sich um die charakteristischen Merkmale von Immobilien. Überdies werden von REITs auch Investoren angezogen, die auf der Suche nach Möglichkeiten zur Risikostreuung hinsichtlich deren Investmentportfolios über die üblichen Portfoliobestandteile (Aktien und festverzinsliche Wertpapiere) hinaus sind.
Heute setzen zahlreiche Investoren REITs ein, um ihre Investmentziele zu erreichen: Die Spanne reicht von großen Pensionsfonds, die auf der Suche nach Alternativen zur Risikodiversifikation bis hin zu im Ruhestand befindlichen Arbeitnehmern, die hochwertige ertragsstarke Investments nachfragen.
Anteile an börsennotierten REITs können ohne Mindestanlageerfordernis am offenen Kapitalmarkt erworben werden. Viele Investoren entscheiden sich dafür, REITs mittelbar über offene Fonds oder Exchange Traded Funds zu erwerben, die ihrerseits auf börsennotierte Immobiliengesellschaften spezialisiert sind.
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18. Welche Gründe sprechen generell für ein Investment in REITs?
REITs gehören zur Gruppe der Total Return-Anlagen. Sie gewährleisten in der Regel hohe Dividendenausschüttungen sowie das Potential für angemessene, langfristige Substanzwerterhöhungen. Langfristige Erträge aus REIT-Anteilen sind in der Regel niedriger als die Erträge aus risikoreicheren wachstumsstarken Aktien und zugleich erfahrungsgemäß aber höher als die Erträge aus risikoärmeren festverzinslichen Wertpapieranlagen. Da die meisten REITs eine kleine bis mittlere Marktkapitalisierung besitzen, sollten ihre Erträge im Vergleich zu anderen kleinen oder mittleren Unternehmen gesehen werden.
Es existiert ein relativ geringer Zusammenhang zwischen Erträgen aus börsennotierten REIT-Anteilen und den Erträgen aus anderen Marktsegmenten. Aus diesem Grunde ermöglicht die Aufnahme von börsennotierten REITs in ein Investment-Portfolio die Etablierung eines risikogestreuten Portfolios.
REITs bieten dem Investor:
- Stabile laufende Dividendeneinkünfte
- Hohe Dividendenerträge
- Dividendenwachstum, das nachhaltig über dem Inflationsniveau lag
- Liquidität: Aufgrund ihrer Börsennotierung lassen sich Anteile an börsennotierten REITs ohne weiteres in Barliquidität verwandeln
- Professionelles Management: REIT-Manager als erfahrene Immobilienprofis
- Minimierung des Anlagerisikos
- Überwachung: unabhängiger Verwaltungsrat des REIT, unabhängige Analysten, Wirtschaftsprüfer, und Wirtschafts- sowie Finanzmedien überwachen auf regelmäßiger Basis die Rechnungslegung eines börsennotierten REIT. Diese Überwachung gewährleistet dem Investor sowohl zusätzlichen Schutz als auch ein weiteres Kontrollinstrument bezüglich der finanziellen Verfassung des REIT
- Veröffentlichungspflichten: REITs, deren Anteile bei der SEC registriert sind, sind verpflichtet, regelmäßig Veröffentlichungen wie Quartals- oder Jahresberichte nach Maßgabe des SEC-Vorschriften vorzunehmen.
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19. Ist ein Investment in REITs sinnvoll, wenn ich ein Eigenheim besitze?
Die Kapitalanlage in REIT-Anteilen stellt eine Ergänzung zum klassischen Eigenheim dar. Während ein Eigenheim aus sich heraus ein sinnvolles Investment sein kann, werden die möglichen Vorteile durch die Beimischung von REIT-Anteilen verstärkt.
Ein maßgeblicher Punkt ist, dass der Besitz eines Eigenheims sich von anderen Investments in mancher Hinsicht signifikant unterscheidet. Der Erwerb eines Hauses stellt in eben demselben Maße, in dem er als Investment gesehen werden kann, auch eine Ausgabe dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Anschaffung in spürbarem Umfang fremdfinanziert ist. Ein Eigenheim wirft keine laufenden Erträge ab, sondern erfordert stattdessen die regelmäßige Zahlung von Darlehenszinsen, Grundsteuer und Versicherungsprämien sowie sonstiger Erhaltungsaufwendungen.
Ein überregionaler Index für die Preise von Einfamilienhäusern erzielte zwischen 1976 und 2003 US-weit einen durchschnittlichen Zuwachs von 5,8 Prozent. Währenddessen ließ sich mit Equity REITs ein durchschnittlicher jährlicher Wertzuwachs von 6,5 Prozent erzielen; bei Reinvestiton der ausgeschütteten Dividenden betrug der durchschnittliche jährliche Wertzuwachs aufgrund des "Zinseszins-Effekts" 15,5 Prozent.
Der geringe Zusammenhang zwischen REIT-Erträgen und der Veränderung von Hauspreisen, kombiniert mit dem überaus attraktiven Gesamtertragspotential und der moderaten Volatilität von REITs, führen in absehbarer Weise dazu, dass REITs als optimaler Portfoliobestandteil sowohl für Eigentümer als auch Mieter von Eigenheimen angesehen werden können.
Abschließend ist festzuhalten, dass vieles dafür spricht, dass Investoren in der Lage sein dürften, ein höheres Maß an finanzieller Unabhängigkeit zu erwirtschaften, wenn sie Eigentum an einem Eigenheim mit REIT-Anteilen als Teile eines risikooptimierten Anlageportfolios kombinieren.
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20. Auf was muss ich bei REIT-Investments achten?
Die Kapitalmärkte belohnen Gesellschaften, die ein kontinuierliches Ertrags- und Dividendenwachstum aufweisen, mit höheren Kurs-Gewinn-Multiplikatoren. Aus diesem Grund spricht einiges dafür, REITs und börsennotierte Immobiliengesellschaften anhand folgender grundlegender Merkmale zu überprüfen:
- Beweist das Unternehmen die Fähigkeit, seine Erträge zu steigern, zeugt dies von Verlässlichkeit. Werfen Sie einen Blick auf Gesellschaften, die mit ihren Immobilien derzeit Mieterträge erzielen, die etwas unterhalb des gegenwärtigen Marktniveaus liegen. Derartige Immobilien verfügen bei ausgeglichenen Marktverhältnissen in der Regel über Steigerungspotential und über eine Absicherung gegen Verluste im Falle einer wirtschaftlichen Abkühlung.
- Sind die entsprechenden Management-Teams in der Lage, verfügbare Liquidität schnell und effizient zu reinvestieren, oder neue Projekte nachhaltig innerhalb des vorgegebenen zeitlichen und finanziellen Rahmens abzuschließen? Sind kreative Management-Teams mit gesunden und vernünftigen Strategien zur Erschließung neuer Wertschöpfungschancen innerhalb des durch den REIT Modernization Act gesetzten Rahmens vorhanden?
- Welche Qualitäten weist das Unternehmen im operativen Betrieb, etwa im Rahmen einer effektiven Corporate Governance, des zurückhaltenden Einsatzes von Fremdkapital, des Einsatzes anerkannter Rechnungslegungspraktiken oder stabiler Kundenbeziehungen auf? Besitzt das Unternehmen eine klar definierte Strategie, um in konkurrenzstarken Märkten mithalten zu können?
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21. Wie investiere ich in REITs?
Ein Investor kann sich an einem REIT, der an einer größeren Börse notiert wird, dadurch beteiligen, dass er über einen Broker entsprechende Anteile erwirbt. Wie im Falle anderer börsennotierter Unternehmen auch kann der Investor grundsätzlich Stammaktien, Vorzugsaktien oder auch Schuldverschreibungen des entsprechenden REIT erwerben. In jedem Falle aber sollte ein interessierter Anleger im Vorfeld die Dienste eines qualifizierten Brokers, Anlageberaters oder Finanzberaters in Anspruch nehmen, um die eigenen finanziellen Möglichkeiten und Zielsetzungen zu ermitteln und sich von diesen Beratern die für ihn am besten geeigneten REIT-Investments empfehlen zu lassen. Im Übrigen hat der interessierte Anleger natürlich auch die Möglichkeit, sich mit dem jeweiligen REIT in Verbindung zu setzen und sich dessen Jahresberichte, Verkaufsprospekte und andere relevante Finanzinformationen zusenden zu lassen. Ein Großteil dieser Informationen ist auf der Internetpräsenz des jeweiligen REIT abrufbar. Viele örtliche Bibliotheken halten darüber hinaus eine Vielfalt an Publikationen zum Themenbereich "Investments in Immobiliengesellschaften" bereit.
Eine weitere Alternative besteht grundsätzlich auch darin, in noch höherem Maße risikogestreut in Investmentfonds zu investieren, die ihrerseits auf die Anlage in Immobilienaktien und -wertpapieren spezialisiert sind. Der Anleger kann sich von diesen Anlageformen unter Zuhilfenahme verschiedener Medien wie etwa der Dienste von Morningstar Inc. informieren. Derartige Quellen beinhalten detaillierte Informationen zur historischen Performance, gegenwärtigen Portfoliokompositionen und der Kostenstruktur des jeweiligen Fonds. Zudem existieren mittlerweile einige Exchange Traded Funds und geschlossene Fonds, die sich auf REITs und Immobiliengesellschaften spezialsiert haben.
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22. Wie unterscheiden sich REITs von geschlossenen Immobilienfonds?
REITs sind keine Personengesellschaften, obwohl letztere von REITs durchaus auch eingesetzt werden, um, wie alle anderen regulären Unternehmen auch, beispielsweise Joint Ventures zu gründen. Zwischen Kommanditgesellschaften und REITs bestehen einige bedeutende organisatorische und operative Unterschiede.
Einer der Hauptunterschiede zwischen REITs und Kommanditgesellschaften liegt beispielsweise darin, wie die jährlichen Steuerinformationen mitgeteilt werden. Anteilsinhaber eines REIT erhalten alljährlich die übliche IRS-Bescheinigung 1099, auf der ihnen der Betrag und die steuerliche Zuordnung der über das vorangegangene Steuerjahr an sie ausgeschütteten Erträge mitgeteilt werden. Gesellschafter einer Personengesellschaft erhalten hingegen die sehr viel kompliziertere Aufstellung IRS K-1, die ihnen regelmäßig etwas später zugeht als IRS 1099. Im Übrigen muss ein REIT-Anteilsinhaber nach US-amerikanischem Steuerrecht weniger Steuererklärungen einreichen als ein Gesellschafter einer Personengesellschaft.
Es wird überwiegend angenommen, dass die Corporate Governance Strukturen eines REIT denen einer Personengesellschaft bei weitem überlegen sind.
Andere wichtige Unterschiede zwischen REITs und Kommanditgesellschaften sind in der Übersicht zusammengefasst.
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