Zusammenfassung des Artikels
Anmerkungen von NAREIT CEO Steven Wechsler zum Stand der deutschen REIT-Diskussion
Steven Wechsler, Präsident und CEO der U.S.-amerikanischen National Association of Real Estate Investment Trusts (NAREIT), geht davon aus, dass die Herausnahme von Wohnimmobilien aus dem Anwendungsbereich des deutschen REIT keine übermäßig negativen Konsequenzen auf die Marktfähigkeit des deutschen REIT-Modells haben wird. Jedoch seien durch diese Herausnahme von Wohnimmobilien gerade deren Mieter benachteiligt, da sie nicht wie die Mieter anderer REIT-Immobilien in der Lage sein werden, von den zusätzlichen Services und Verbesserungen zu profitieren, die mit REITs einhergehen. Die Erfahrungen der letzten 50 Jahre seit Einführung des REIT in den Vereinigten Staaten hatten gezeigt, dass die von den Gegnern des deutschen REIT befürchteten negativen Konsequenzen, wie insbesondere exzessive Mieterhöhungen, gerade nicht eingetreten seien. In Bezug auf den Immobilienmarkt in seiner Gesamtheit begrüßte Steven Wechsler den beobachtbaren Trend zur Internationalisierung und Professionalisierung. Hiervon profitierten im Endeffekt alle Markteilnehmer, Mieter und Investoren eingeschlossen. In Bezug auf REITs äußerte Steven Wechsler die Auffassung, dass der Begriff "REIT" mittlerweile als Markenzeichen für effiziente Immobilienbewirtschaftung angesehen werden könne und dass diese Marke umso stärker werden wird, je mehr Länder weltweit entsprechende Strukturen etablieren. So stelle auch die Einführung des REIT in Deutschland echte Chance für das Land dar, an den internationalen Kapitalströmen zu partizipieren.
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